• Peter Gysling
    Peter Gysling
    Medienschaffender, ehem. Russland-Korrespondent von Radio und TV SRF
    Bei aller Ehre für Tradition: Mit dem heutigen Hymnen-Text haben viele ihre liebe Mühe. Deshalb freue ich mich, dass nach einem Text gesucht wurde, der die Werte unseres modernen Bundesstaates verständlich und klar zusammenfasst und gleichzeitig alle Generationen anspricht.
  • Emil Steinberger
    Emil Steinberger
    Schauspieler, Komiker und Grossvater
    Die Landeshymne braucht nur eine Strophe. Dafür muss sie vier Landessprachen beinhalten. Ein kleines Kunststück. Das wäre ein Symbol für unsere Einheit. Sprachhemmungen verhindern Kontakte - Bei Kindern lernen, die zweisprachig aufwachsen.
  • Sonia Kälin
    Sonia Kälin
    Schwingerkönigin
    Zu einer neuen Hymne gehören für mich die Worte Freiheit und Demokratie. Eine Hymne kann das Identitätsgefühl und den Zusammenhalt eines Volkes stärken. Es braucht eine Melodie mit Gegensätzen, mit Bergen und Tälern, eben typisch schweizerisch.
  • Moritz Leuenberger
    Moritz Leuenberger
    Alt Bundesrat
    Jetzt kann ich es ja zugeben: Wie oft habe ich am Schluss nur noch die Lippen bewegt, weil ich die schwülstigen Teile nicht auswendig lernen mochte. Ich freue mich auf eine Nationalhymne, die alle Sportlerinnen, Sportler und Bundesräte von A-Z auswendig und mit Freude singen werden.
  • Antonio Hodgers
    Antonio Hodgers
    Nationalrat Genf
    Von Genf bis ins Bündernerland ist die Schweiz ein Land mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen; auch unsere Geschichte ist nicht überall die gleiche. Unsere bedeutendste Stärke sind die gemeinsamen Werte, die wir teilen und die wir zusammen in der Präambel unserer Verfassung hinterlegt haben.
  • Annemarie Huber-Hotz
    Annemarie Huber-Hotz
    Präsidentin Schweizerisches Rotes Kreuz
    Der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft sei gedankt, dass sie mit dem Projekt „CHymne“ eine Diskussion über die zentralen Werte der Schweiz angeregt hat. Werte wie Solidarität und Offenheit, Respekt und Schutz der Menschenwürde für alle müssen heute mehr denn je Richtschnur für unser Handeln sein.
  • Vera Kaa
    Vera Kaa
    Sängerin
    Ich finde es richtig, dass wir uns immer wieder Gedanken über unser Land und unser Zusammenleben machen. Es erscheint mir äusserst schwierig, etwas Neues Bleibendes zu schaffen, dass allen Sprachregionen gerecht wird. Doch der Weg ist das Ziel und so gesehen ist es immer gut, sich an Altem zu messen und Zukünftiges zu schaffen.
  • Cécile Bühlmann
    Cécile Bühlmann
    Nationalrätin Bern
    Die schwülstige Schweizerhymne hat mit der Präambel unserer Bundesverfassung nichts zu tun. Denn da steht von der Verantwortung gegenüber der Schöpfung und gegenüber den künftigen Generationen und dass sich die Stärke des Volkes am Wohl der Schwachen misst. Dem Versuch, eine Hymne zu schaffen, die diesem Geist entspricht, wünsche ich viel Glück!
  • Jacqueline Badran
    Jacqueline Badran
    Nationalrätin Zürich und Unternehmerin
    Der Schweizerpsalm gehört nicht zu unserer jahrhundertealten Tradition wie suggeriert wird. Er wurde erst 1961, nach langen Streitereien im Parlament, vom Bundesrat diktiert. Wir brauchen deshalb einen neuen Text, der nicht von oben herab diktiert wurde und zu dem alle stehen können.
  • Klaus Stöhlker
    Klaus Stöhlker
    Unternehmer, PR-Berater und früherer Redaktor
    Die Morgenrot-Hymne ist Symbol des alten Schweizer Nationalstaates und bedient sich einer dumpfen Natur- und Religionsmystik, die nicht mehr in das 21. Jahrhundert passt. Die Schweiz braucht eine neue Hymne, die der heutigen Lage entspricht: demokratisch, weltoffen, zukunftsorientiert.
  • Louis Schelbert
    Louis Schelbert
    Nationalrat Luzern
    Eine Hymne müsste für mich in der Melodie eine Beständigkeit widerspiegeln und nicht so schwülstig daherkommen wie die aktuelle. Im Text würde ich die Betonung der Werte schätzen, die die Bundesverfassung, die Erklärung der Menschenrechte und eine ökologische Gesinnung prägen.
  • Jakob Freund
    Ehem. Zentralpräsident Volksmusikverband
    Die Landeshymne ist ein Stück Identität und Erkennungsmelodie zugleich. Darum wünsche ich mir eine einmalige und leicht erkennbare Landeshymne.
  • Margrit Kiener Nellen
    Margrit Kiener Nellen
    Nationalrätin Bern
    Die Werte der Präambel sind für mich eine Verpflichtung, da ich das Gelübde auf die Bundesverfassung abgegeben habe. Die Schweiz braucht eine neue Landeshymne, da das exklusive Ansprechen der Männer ("Betet, freie Schweizer, betet!") und das patriarchale, nationale Gottesbild ("Gott im hehren Vaterland") schon lange nicht mehr zeitgemäss sind.
  • Yvette Jaggi
    Alt Ständerätin und ehemalige Stadtpräsidentin Lausanne
    Die Nationalhymne soll die Bedeutung von leidenschaftlicher Verbundenheit und Zusammenhalt vermitteln.
  • Simona Martinoli
    Kunsthistorikerin, GSK
    Ich bin neugierig auf die Herausforderung, eine zeitgemässe Lösung für eine traditionelle Vorgabe zu finden und es reizt mich, über den Begriff „nationale Identität“ nachzudenken.
  • Simona Galeazzi
    Übersetzerin
    Ich wünsche mir ein Projekt das dazu anregt, über unsere Identität nachzudenken, ohne diese zum Werkzeug zu machen.
  • Karl Scheuber
    Dirigent
    Die Hymne sollte eine grosse Akzeptanz haben, dennoch nicht anbiedernd sein. Sie sollte unsere Vielfalt in der Einheit (oder umgekehrt) widerspiegeln.
  • Sabine Steiger
    Journalistin
    Die Nationalhymne ist für mich das akustische Gegenstück zum Schweizerkreuz. Als eine der ältesten und stabilsten Demokratien der Welt verdient unser Land eine würdige Hymne.
  • Ivica Petrušić
    Jugendbeauftragter des Kantons Zürich
    Ich hoffe auf kreative Vorschläge, die der gesellschaftlichen Komplexität unserer Landes entsprechen und gerecht werden
  • Ursina Giger
    Musikerin
    Ich wünsche mir eine Erneuerung und Auffrischung der bestehenden Hymne, die Lust macht, mitzusingen
  • Pia Seiler
    Journalistin
    Es ist spannend, mitwirken zu können, eine neue Melodie, einen neuen Text für die Schweiz der nächsten paar Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte zu finden - das werden die Nachgeborenen entscheiden.
  • Andri Perl
    Schriftsteller und Rapper
    Sie sollte die Werte des modernen Bundesstaats transportieren, für alle verständlich und singbar sein, aber doch poetisch. Ein bisschen Pathos braucht's natürlich.
  • Diana Segantini
    Leiterin Kultur RSI
    Ich wünsche mir eine offene Diskussion mit den andern Jurymitgliedern um so zu einer Hymne zu finden, die der heutigen Zeit und unseren aktuellen Grundwerten entspricht.
  • Iso Camartin
    Autor und Publizist
    In speziellen Momenten bekräftigt die Hymne den nationalen Zusammenhalt.
  • Kurt A. Zurfluh
    Journalist
    Es ist für mich eine moralische Aufgabe, aber auch eine Herausforderung, mich für die Hymne zu engagieren.
  • Emil Wallimann
    Musikschullehrer, Komponist und Dirigent
    Weil ich daran glaube, dass es eine gute neue Hymne geben kann.
  • Peter Gysling
    Peter Gysling
    Medienschaffender, ehem. Russland-Korrespondent von Radio und TV SRF
    Bei aller Ehre für Tradition: Mit dem heutigen Hymnen-Text haben viele ihre liebe Mühe. Deshalb freue ich mich, dass nach einem Text gesucht wurde, der die Werte unseres modernen Bundesstaates verständlich und klar zusammenfasst und gleichzeitig alle Generationen anspricht.
  • Raphael Urweider
    Autor und Musiker
    Ich finde es ein sehr interessantes, fast unmögliches Projekt. Es ist schön, Dinge neu zu denken, die man als selbstverständlich nimmt.
  • Jörg Schild
    Präsident Swissolympic
    Als ich noch in der Handball-Nationalmannschaft spielte, freute ich mich jeweils auf die Hymne fast so fest wie auf das Spiel.
  • Alex Miescher
    Generalsekretär Schweiz. Fussballverband
    Die Idee, darüber zu sinnieren, was eine Hymne sein soll, fasziniert mich. Ob dann nach reiflicher Reflektion etwas ganz Neues, eine Retusche oder ein Bekenntnis zum Bisherigen herauskommt, lasse ich einmal offen.
  • Karin Niederberger
    Präsidentin Eidgenössischer Jodlerverband
    Die Hymne muss authentisch mit unseren tiefverwurzelten Traditionen verbunden sein.
  • Jean-Marc Richard
    Moderator, Produzent und Botschafter
    Was mir an diesem Projekt gefällt, ist die Lust, über die Begegnung und das Miteinander zusammen in eine gemeinsame Zukunft aufzubrechen.
  • Guido Pedrojetta
    Lehrbeauftragter und Studienberater
    Ich hoffe, dass man für die Musik und den Text eine Basis findet, in welcher die Schweiz als viersprachiges Land mit vier Kulturen zum Ausdruck kommt.
  • Valérie Ogier
    Moderatorin und Produzentin
    Die künftige Nationalhymne muss sowohl über die Musik als auch über den Text die Schweiz zusammenhalten, sie muss respektieren, was die Schweiz ist: ein Bündnis, für welches Diversität und Neutralität wichtig sind, das ein Zufluchtsort sein will … und anderes mehr!
  • Claude-André Mani
    Präsident der Schweiz. Chorvereinigung
    Ein Kriterium für die Landeshymne sollte ein verständlicher Text mit einer Botschaft der Zuversicht und der Hoffnung sein.
  • Alois Koch
    Musikwissenschaftler und Dirigent
    Eine neue Landeshymne sollte generationen- und statusübergreifend attraktiv sein.
  • Madlaina Janett
    Musikerin und Grafikerin
    Fragen zur Identität einer Gemeinschaft und zur Darstellung dieser Identität interessieren mich sehr.
  • Esther Girsberger
    Publizistin
    Die neue Hymne soll das Moderne integrieren, ohne das Alte zu negieren.
  • Jean-Louis Dos Ghali
    Chorleiter
    Die Musik muss von allen gesungen werden können, sie darf nicht zu kompliziert sein, so dass sie bei der Bevölkerung schnell zur Gewohnheit wird.
  • Thomas Biasotto
    Band-Leader
    Die Nationalhymne ist eine musikalische Brücke zur Schweiz.
  • Patrizia Pesenti
    Unternehmensentwicklung Ringier
    Für die italienische Schweiz, also eine sprachliche Minderheit, ist die Nationalhymne besonders bedeutend. Sie vermittelt Zugehörigkeit, das Gefühl, Teil eines kleinen, doch grossartigen Staates zu sein.
  • Oscar Knapp
    Verwaltungsrat SRG
    Mein Wunsch ist es, dass wir dem Bundesrat eine rassige, inhaltlich verständliche neue Auflage der bestehenden Nationalhymne vorschlagen können.
  • Christine Beerli
    Vize-Präsidentin IKRK
    Ich habe zugesagt, weil ich denke, in dieser zerrissenen Zeit ist es wichtig, über Verbinden- des nachzudenken – ich möchte dazu meinen Beitrag leisten.
  • Franco Lura
    Direktor des Zentrum Dialektologie und Ethnographie Bellinzona
    Ich hoffe, dass es gelingt, eine Hymne zu schaffen, die der Tradition und der Geschichte der Schweiz Rechnung trägt, die aber gleichzeitig aktuell ist und dem gesellschaftlichen Wandel des Landes entspricht.
  • Pierre Kohler
    Stadtpräsident Delémont
    Die Melodie der heutigen Hymne bewirkt ein Zugehörigkeitsgefühl, aber die Worte berühren uns nicht.
  • François-Xavier Amherdt
    Professor für Pastoraltheologie
    Wie auch die Fahne symbolisiert die Nationalhymne die Schweiz in ihrer Besonderheit und Einzigartigkeit: Sie kann dazu beitragen, dass die Einigkeit unter den Sprachregionen unseres Landes Bestand hat und intensiviert wird.

Primarschule und Kindergarten von Muolen singen den neuen Hymnetext

 

 

Am Bundesfeiertag vom 1. August erklingt schweizweit die Nationalhymne. Die SGG lädt alle Gemeinden der Schweiz ein, neben dem bisherigen Hymnetext auch den neuen Text von Werner Widmer zu singen, der den Künstlerwettbewerb gewonnen hat. Viele Gemeinden haben den neuen Hymnetext bereits ins Festprogramm aufgenommen. Auf dem Rütli wird der Schweizer Jugendchor den neuen Hymnetext singen. Und in Muolen (SG) haben Kinder den neuen Hymnetext bereits mit Gesang und Schauspiel auf Video aufgenommen (siehe oben). Neben dem deutschen Hymnetext haben die Kindergärtler und Primarschüler auch die sogenannte „Schweizerstrophe“ gesungen, in welcher sich die vier Landessprachen abwechseln.

35 Jahre sind genug !

Vor 35 Jahren, am 1. April 1981, wurde der «Schweizerpsalm» durch den Bundesrat zur offiziellen Schweizer Landeshymne für militärische und diplomatische Anlässe bestimmt. 35 Jahre «Trittst im Morgenrot daher» sind genug, findet die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG).

Das Psalmgebet von Leonhard Widmer aus dem Jahr 1840 soll ersetzt werden durch einen Text, der auf der Präambel der Schweizer Bundesverfassung von 1999 basiert. Die Präambel enthält die zentralen Werte der heutigen Schweiz: Demokratie, Einheit, Vielfalt, Freiheit, Frieden, Solidarität, Unabhängigkeit sowie Sorge für die Umwelt, für die sozial Schwachen und für die künftigen Generationen.

Aktuelles

35 Jahre sind genug!

31. März 2016
Vor 35 Jahren, am 1. April 1981, wurde der «Schweizerpsalm» durch den Bundesrat zur offiziellen Schweizer Landeshymne für militärische und diplomatische Anlässe bestimmt. 35 Jahre «Trittst im Morgenrot daher» sind genug, findet die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG).

Erfreuliche Stimmbeteiligung

22. September 2015
„Es gibt im Hymne-Wettbewerb nur Sieger und keine Verlierer“, betonte SGG-Präsident Jean-Daniel Gerber an der Rangverkündigung vom 12. September in Aarau. Rund 800'000 Mal wurden die verschiedenen Vorschläge für eine Neue Nationalhymne angehört.

Auf Widmer folgt Widmer

21. September 2015
Anno 1841 wurde der Text der heutigen Schweizer Nationalhymne vom Zürcher Leonhard Widmer geschrieben. 174 Jahre später gewann sein Namensvetter, der Zürcher Werner Widmer, den Künstlerwettbewerb für eine Neuvertextung der Hymne-Melodie von Alberik Zwyssig.

Die Jury

Die Jurymitglieder vertreten einerseits Verbände aus Sport und Kultur, die einen nahen Bezug zur Nationalhymne und zu Schweizer Traditionen haben. Andererseits besteht die Jury aus Fachpersonen, die Texte und Musik professionell beurteilen können. Die Jury hat aus den über 200 eingegangen Vorschlägen sechs Beiträge ausgesucht, welche der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
Andri Perl
Schriftsteller und Rapper
Iso Camartin
Autor und Publizist
Kurt A. Zurfluh
Journalist
Christine Beerli
Vize-Präsidentin IKRK

Die Hymne

Die Präambel der Schweizer Bundesverfassung bildet die Textgrundlage für die neue Nationalhymne:

Im Namen Gottes des Allmächtigen! Das Schweizervolk und die Kantone, in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung, im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken, im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben, im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen, gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen.